| Sonntag, 02. September - 1. Etappe Carcassonne Fr – Puigcerda Sp | 02.09.07 |
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Wetter: Kein Wölkchen am Himmel, einfach ein Traumwetter zum Velofahren, 25 – 30 Grad, leichter Wind aus wechselnden Richtungen. Strecke: Die erste Hälfte der heutigen Tagesstrecke führte uns entlang dem Tal der Aude, zuerst als Flüsschen, dann zum Gebirgsbach werdend, immer der Quelle entgegen. Die Aude ist ein Fluss in Süd-Frankreich. 150 km lang, entspringt er in den Pyrenäen, fliesst durch Carcassonne und mündet nördlich von Narbonne ins Mittelmeer. Der Wechsel von kalkhaltigen, zerklüfteten Felsmassiven mit stark bewaldeten Gipfeln liess eine interessante Landschaft an uns vorüberziehen, ein Genuss fürs Auge und die Seele.
Der zuerst sanfte Anstieg wurde ab Kilometer 75 anstrengender und schweisstreibender. Nach dem Mittagshalt in Formigueres bewältigten wir die noch fehlenden 300 HM zum ersten Pass dem Col de la Quillane (1714 m). Den letzten Teil dieser Etappe liessen wir es in dem Hochtal vorwiegend bergab recht locker laufen. Auf der rechten Seite liegend passierten wir die einzigartige Enklave der Pyrenäen „Llivia“ (spanisches Gebiet, was komplett von französischem Territorium umschlossen ist). Kurz danach überquerten wir die französisch-spanische Grenze und erreichten das Tagesziel in Puigcerda.
Kilometer: 145 Fahrzeit: 3:52 bis 6:34 Std. Durchschnitt: 25,5 bis 21,8 km/h Höhenmeter: 1857 HM
Etappenort: Puigcerda, im Norden von Katalonien ist der Mittelpunkt der Cerdanya Region. Die 9000 Seelengemeinde liegt auf einer Höhe von 1175 Metern. Der Ort wird im IX. Jahrhundert das erste Mal urkundlich erwähnt.
Geschützt durch die „Pyrénées“, ist Puigcerda ein bezaubernder Ort. Die Landschaft ist aussergewöhnlich imposant und immer grün. Sie wird durch das Wasser des schönen Sees hervorgehoben, welches sich in unterschiedlichsten Farbtönen spiegelt. Besonders sind das Rathaus von Puigcerda und die gotische Kirche von Sant Domenec mit seinen Wandbildanstrichen hervorzuheben. Die Placa Major, ein faszinierendes „arcaded“ Quadrat, ist die hastende Mitte der Stadt.
Nahe Puigcerda gibt es zahlreiche Skierholungsorte und Sportzentren, unter ihnen besonders La Molina, Masella und Nuria mit seinem gefeierten Naturschutzgebiet. Diese haben sich mit ihren 4 Golfplätzen, 8 Skipisten und einigen Mountainbiketrails in den letzten Jahren zu einer festen Grösse im Tourismus entwickelt.
Ereignisse: Für die erste Etappe einer solchen Tour, die in der Regel immer geprägt ist von Hektik, Defekten und übertriebener Raserei, verlief der heutige Tag ausgesprochen ruhig und ohne besondere Ereignisse. Nach dem wechselhaften August in Mitteleuropa war heute das besondere „Ereignis“ der strahlendblaue Himmel und die velofreundlichen Temperaturen.
Vor dem Start natürlich wie gewohnt das traditionelles Highlight das Gruppenfoto dieser Tour für die Homepage und die Archive. Stolz waren alle mit den „Pyrenäentrikots“ angetreten, natürlich mit dem imposanten Hintergrund, den Mauern und Türmen der mittelalterlichen Festung „la Cite“.
Da alle TeilnehmerInnen sich und ihre Rennräder professionell auf den Start vorbereitet hatten, surrten die Hightech-Maschinen durch das Tal Aude wie geschmiert. Einzig durch zwei Speichenbrüche mussten zwei Hinterräder gewechselt werden. Aber dies hatte Mech Peter im Handumdrehen erledigt. Sonst keine Reifenschäden, keine Verfahrungen der Gruppenleiter, rein gar nichts ist zu berichten. Ausser…die Kombination des hervorragenden Wetters mit der eindrucksvollen Landschaft liessen heute nur solche Bemerkungen im Fahrerfeld laut werden wie…traumhaft, herrlich, affengeil…
Die Poolanlage des Hotels in Puigcerda setzte noch den i-Punkt auf die gelungene Etappe und lud zum Relaxen ein.
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