| 3. Etappe Nazarje – Rogaška Slatina Car 90 km / Velo 0 km | 10.07.07 |
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Wetter: regnerisch, am Nachmittag Aufhellungen, teilweise sonnig
Wir verliessen Nazarje und folgten dem Flusslauf Savignja talabwärts. Sehr eindrücklich waren die vielen Hopfen- und Maisfelder. Die Stadt Celje umfuhren wir auf der nördlichen Seite. Celje ist auf 240 ü.M. gelegen und ist die 3. grösste Stadt Sloweniens. In ihrem Kern ist sie noch recht Mittelalterlich geprägt. Über eine hügelige, wieder mit vielen Kirchen und Klöstern gespickte Landschaft, ging es nach Rogaška Slatina.
Höhenmeter: 0
Etappenort: Rogaška Slatina mit seinen 5000 Einwohnern liegt unweit der kroatischen Grenze auf einer Höhe von 228 m.ü.M. Berühmt ist der Ort für seine heilkräftigen Wasser und für seine schönen Glaserzeugnisse. Wer kuren und gleichzeitig Bleikristall erwerben, wandern und Rad fahren will, ist hier genau richtig. Wohl haben bereits die Römer von der Heilwirkung des Mineralwassers gewusst, genutzt wurden die Quellen aber erst ab Mitte des 17. Jahrhunderts. Man fasste den Fluss Styria und begann, das Wasser zu verkaufen.
Ereignisse: Ja, die Blicke gestern zum Himmel und zu den Quellwolken waren berechtigt, denn in der Nacht gewitterte es und auch am Morgen tröpfelte es noch munter vom Himmel. So durften sich die Gäste von GustiZollinger.ch Radsportreisen getrost länger am reichhaltigen Frühstücksbuffet bedienen. Also auch das Essen, ob am Morgen oder Abend, liess bis jetzt keine Wünsche offen und die 3 bzw. 4 Sterne Hotels wurden von den Gästen sehr gelobt.
Apropos Essen, die slowenische Küche ist mitteleuropäisch geprägt, mit italienischen, kroatischen und ungarischen Einflüssen. Spezialitäten gibt es in jeder Landschaftsregion. Der Prsut ein in Salzlacke eingelegter und luftgetrockneter Schweinshaxen. Der Schinken ist nach einem Jahr reif und wird in hauchdünne Scheiben geschnitten und mit Oliven und Brot serviert. Bei Kranj gibt es die berühmte, fettreiche, geräucherte Kranjwurst. Oder dann die Struklji eine Art gekochter Strudel mit Quark- oder Käsefüllung. Oder hausgemachte, mit Honig abgeschmeckte, Obstschnäpse. Ausser Wein, dem slowenischen Nationalgetränk, wird auch fleissig Bier (Pivo) getrunken. Bekannte Marken sind Union und Gamprinus.
Wurde denn überhaupt heute Rad gefahren oder nicht? Dank des Regenwetters durften wir endlich Gabriels Taxidienst in Anspruch nehmen. Niemand liess es sich nehmen und so war der Car bis auf den letzten Platz ausgebucht.
In Rog. Slatina angekommen gab uns die gute Seele Tanja vom Styria Stossmayer Hotel einen kleinen Einblick in die Entstehungsgeschichte des Kurortes. Ein Rundgang zum Abschluss und Jedermann/Frau hatte etliche Ideen für den freien Nachmittag.
Beim gesponserten Apero gab es dann viel vom baden, massieren, lädala, käfala zu berichten. Ein wunderbares Essen rundeten diesen Ruhetag ab. Ganz nach dem Motto: In der Ruhe liegt die Kraft. Also dann bis morgen… auf dem Rad.
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