| 12 Tag – Königstour 65 km bis 138 km/ 30. Januar 2008 | 30.01.08 |
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Wetter: Kaiserwetter, wieder strahlend blauer Himmel Temperatur: 25 - 37° Wind: verschiedene Stärken meist von der richtigen Seite Tagesziel: Vier Pässe Fahrt nach Franschhoek ins Hugenottental. Franschhoek, bzw. das Hugenottental erreicht man via Stellenbosch und dem Hellshoogte Pass 366 m ü.M. Das wunderschöne Tal ist von vielen Bergen umgeben welche bis 2000 m hoch aufragen. Der Ort wurde 1688 von Hugenotten gegründet, die Frankreich wegen ihrer Religion verlassen mussten. Viele von ihnen kamen aus Weinanbaugebieten und da ihnen das Klima in Franschhoek als geeignet erschien, wollten sie es hier ebenfalls mit Reben versuchen. So entstanden namhafte Weingüter die französische Namen tragen. Der Ort hat etwa 3000 Einwohner und beherbergt das Hugenotten Memorial und das Hugenotten Museum, welches Gegenstände zur Geschichte der Siedler zeigt.
Gleich hinter Franschhoek beginnt der schönste Bergpass der Gegend. Er bietet eine herrliche Aussicht über das Wein- und Obstland. Die ersten Siedler nannten den Franschhoekpass noch den Elefantenpass weil Elefanten und andere Tiere hier über den Berg zogen. Auf der anderen Seite ist der grosse Theewaterskloof-Stausee, der allerdings nicht zum Bade lädt.. nach dem Viljoen Pass ist da der Eikenhof See doch viel einladender. Vom vierten und letzten Pass, dem Sir Lowrys Pass, kann man einen ausgezeichneten Überblick über die ganze False Bay gewinnen und Gordon’s Bay liegt einem zu Füssen.
Ereignisse: Pünktlich um 07.45 Uhr startete Peters Gruppe beim Hotel zur Königsetappe. Für einmal hatte sich Gusti vorgenommen, diese Tour in umgekehrter Richtung zu fahren. Ein Entscheid, der sich in jeder Hinsicht bezahlt machte… einzig der Aufstieg gleich zu Beginn zum Sir Lowrys Pass war für die schnellere Gruppe ein Kampf gegen den Wind. Gustis und Andis Gruppe liessen es gemütlicher angehen, denn sie fuhren den ersten Pass mit dem Begleitbus hoch. Oben bot sich wirklich ein fantastischer Rundblick über die ganze False Bay, ja sogar die ganze Kaphalbinsel war gut sichtbar, grandios.
Nach Grabouw griff auch die Kulturgruppe ins Renngeschehen ein. Sie liess es sich – wie auch Peters Gruppe – jedoch nicht nehmen, immer wieder die Augen über die riesigen Obstplantagen schweifen zu lassen. Diese Senke um Grabouw und das umliegende Gebiet werden zu Recht als Obstgarten bezeichnet: Birnen, Äpfel, Nektarinen in Hülle und Fülle! Man konnte sich kaum satt sehen. Auch die eingestreuten tiefblauen Seen und die bunte Flora vermochte alle zu begeistern.
Kurz nach dem Viljoen Pass wurden wir in der Abfahrt von vielen Schulkindern kräftig angefeuert, man wähnte sich schon fast an einem Rennradanlass. Auch Louis, unser südafrikanischer Begleitfahrzeugdriver hat das „Hopp Schwiiz“ inzwischen schon gelernt. Für einige Kilometer folgten wir dem grössten Stausee in dieser Gegend, der gemäss Gusti noch nie soviel Wasser hatte.
Bevor es die nächsten Bergpreispunkte zu verteilen gab, hatte Andrea an einem schattigen Plätzchen auf dem mitgebrachten Campingtisch kühle Getränke, feine Bananen und Guetzlis bereitgestellt. Gerade zur rechten Zeit am richtigen Ort, super gemacht Andrea danke! Den 7,5 km langen Anstieg zum Franschhoek Pass fuhr jeder in seinem Tempo hoch. Einige gönnten sich aber auch eine kurze Verschnaufpause im Begleitbus. Der Blick vom Pass hinunter ins Hugenottental und auf den Ort Franschhoek, sowie dessen Weinanbaugebiete war sehr beeindruckend, und gleichzeitig wusste jeder, dass der Mittagshalt nicht mehr fern war. Eine rasante Abfahrt und hinein ins Dorf, wo wir es uns beim August Haus Wohl sein liessen.
Gestärkt und mit Rückenwind radelten wir nun das Hugenottental hinaus. Die Mittagshitze begann sich bemerkbar zu machen und als wir zur Ortschaft Pniel kamen, war das Königsetappenprogramm für die Kulturgruppe geschafft, Bravo!
Peters Gruppe bezwang noch den letzten Pass des Tages. Es folgen die rassige Abfahrt nach Stellenbosch und die berühmten vier Wellen zurück nach Gordon’s Bay. Am Schluss standen 138 km auf dem Tacho. Grandiose Leistung von allen, aber speziell von Regina und Wolfgang aus Wien, die mit ihrem Rennrad bisher noch nie soweit gefahren waren.
In den Augen der Tourleitung ist heute jeder Tagessieger geworden darum überreichten Gusti und Andrea jedem Teilnehmer der Kap Region Reise ein wunderschönes T-Shirt als Erinnerung an das „Radfahren am schönsten Ende der Welt“.
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